SF-V "Petri Heil" Mümlingtal
 

Was wir tun

Wir sind ein kleiner Verein mit derzeit etwa 50 aktiven und 30 passiven Mitgliedern. Unsere Mitglieder praktizieren das Fischen auf vielfältige Weise. Ein Schwerpunkt liegt allerdings auf dem Fischen mit der künstlichen Fliege. Unsere Gewässer bieten ideale Voraussetzung um dieser eleganten und für die Fische besonders schonenden Methode nachzugehen. Die Mümling hat einen hervorragenden selbstreproduzierenden Bestand an Bachforellen. Auch die selten gewordene Äsche kommt vor. Beide Fischarten benötigen eine besondere Pflege des Gewässers und das betrachten wir als unsere Aufgabe.

Viel Arbeit wird von den Mitgliedern geleistet, um unsere Gewässer in ihrer Natürlichkeit zu bewahren und wo möglich weiter zu verbessern. Ein Beispiel dafür ist das Äschenprojekt. Aber auch viele Pflegemaßnahmen in und am Wasser gehören dazu.

Mit 12 km Länge bewirtschaften wir einen großen Teil der Mümling im schönen Odenwald. Eine genauere Beschreibung dieses Gewässers wurde im Januar 2020 in der Zeitschrift "Fliegenfischen" veröffentlicht. Diesen Artikel finden sie zum download auch hier.

Andere Lebewesen, die in und am Wasser leben genießen ebenso unseren Schutz auch wenn sie für die Fischerei keine Bedeutung haben. So findet man zum Beispiel auch das Bachneunauge in der Mümling und ihren Seitengewässern häufig. Eisvogel, Wasseramsel, Storch, Bieber, Reiher und Kormoran kommen ebenfalls regelmäßig vor. Im Video sehen Sie Bachneunaugen beim Laichspiel.

Auch unsere anderen Gewässer genießen diese besondere Pflege. Darunter viele kleine Bäche, die die Kinderstube unserer Fische darstellen. Hinzu kommt auch ein längeres Stück des Oberlaufs der benachbarten Gersprenz.

Wo es möglich und sinnvoll ist, setzen wir darauf, den natürlichen Fischbestand aufzubauen. Trotzdem müssen insbesondere die Äschenbestände auch durch Besatz von Jungfischen gestützt werden, sonst würden sie, wie bereits in der Vergangenheit, zusammenbrechen. Nur das Äschenprojekt ermöglichte es, den Bestand zu erhalten. Hinzu kommen aber viele weitere Maßnahmen, wie etwa das generelle Entnahmeverbot für die Äsche, das Watverbot während der Laichzeit und der Zeit in der die Eier und Jungfische im Kies des Gewässergrundes bleiben. Zudem wird an ausgesuchten Stellen der Uferbewuchs kurz und etwas lichter gehalten, damit mehr Licht ins Wasser gelangt und so mehr Wasserpflanzenwachstum möglich ist. Wasserpflanzen dienen den Äschen als dringend benötigter Unterschlupf, denn die Reiher und Kormorane stellen lieber den Äschen nach, als schnelleren und agileren Fischen, wie den Bachforellen.